Green Therma hat eine Absichtserklärung (Letter of Intent) mit der SWK Stadtwerke Kaiserslautern Versorgungs-AG unterzeichnet, um den Einsatz von geothermischer Wärme durch ein geschlossenes System in Kaiserslautern zu prüfen. Im Rahmen der Zusammenarbeit wird bewertet, wie Green Thermas Heat4Ever™-Lösung geothermische Wärme in das 105 km lange Fernwärmenetz der SWK einspeisen kann – als Teil der Ambition von SWK, bis 2045 die Wärmeversorgung auf CO₂-neutrale Quellen umzustellen.
Im Gegensatz zu konventionellen hydrothermalen Systemen, die auf der Durchlässigkeit des Reservoirs basieren, arbeitet Heat4Ever™ als geschlossenes System, das darauf ausgelegt ist, Fündigkeits- und Produktionsrisiken deutlich zu reduzieren. Dieser Ansatz verbessert die Planbarkeit und Versorgungssicherheit und stärkt damit die kommerzielle und operative Zuverlässigkeit, die Versorgungsunternehmen beim Übergang zu kohlenstoffarmer Wärme benötigen.
„Die Energiewende erfordert skalierbare Lösungen mit reduziertem geologischem Risiko und hoher operativer Planbarkeit. Unsere Heat4Ever™-Technologie ist genau darauf ausgelegt – sie ermöglicht es Versorgungsunternehmen, geothermische Wärme mit größerer Sicherheit zu integrieren“, sagt Jørgen Peter Rasmussen, CEO von Green Therma.
Die gemeinsame Machbarkeitsstudie umfasst die Auswertung geologischer und geophysikalischer Daten, die Bewertung potenzieller Bohrstandorte sowie eine erste Analyse der Wärmegestehungskosten (Levelized Cost of Heat). SWK hat kürzlich eine 3D-seismische Untersuchung auf einer Fläche von 151 km² im Lizenzgebiet „Lutrina“ abgeschlossen und damit eine solide technische Grundlage für die Bewertung geschaffen.
„SWK ist entschlossen, seine Wärmeversorgung in Richtung Klimaneutralität zu transformieren und gleichzeitig eine hohe Versorgungssicherheit für unsere Kunden zu gewährleisten. Die Zusammenarbeit mit Green Therma ermöglicht es uns, eine innovative geschlossene geothermische Lösung zu evaluieren, die die Versorgungssicherheit stärken und das geologische Risiko bei der Nutzung von Geothermie in unserer Transformationsprozess reduzieren kann“, sagt Dr. Arvid Blume, Vorstandsvorsitzender der SWK Stadtwerke Kaiserslautern.
Vorbehaltlich positiver Ergebnisse werden die Parteien die nächsten Schritte in Richtung eines potenziellen Geothermieprojekts mit mehreren Bohrungen erörtern.